Schulhunde an der Grundschule

Unsere Schulhunde stellen sich vor

Attila (7 J.) und Kleopatra (6 J.) leben im Haushalt der Familie Wosylus, sind ausgebildete Besuchs- / Therapiehunde und den Umgang mit Kindern von klein auf gewohnt. Sie haben ein ruhiges, ausgeglichenes Wesen und bellen so gut wie nie.

Da die Hunde den Kindern sehr zugewandt sind und Streicheleinheiten von Jung und Alt lieben, sind sie in der Besuchshunde-AG der Türöffner für generationenübergreifende Kontakte. Die Kinder zeigen die gelernten Befehle den Bewohnern, es entstehen Gespräche über Hunde und alltägliche Situationen, es wächst gegenseitiges Vertrauen und ein Wir-Gefühl.

Durch die Begegnung von Hunden und Kindern mit Senioren und Seniorinnen der Römergarten-Residenz erfahren die Kinder ein generationenübergreifendes Leben. Die Kinder werden durch die entstandenen Beziehungen mit in den Ablauf der Römergarten-Residenz einbezogen. Auch am Schulvormittag und in der GTS außerhalb der AG sind die Beiden ein fester Bestandteil unseres schulischen Lebens.

Die Schule aus Hundesicht

Wir sind Attila und Kleopatra, die beiden Schulhunde der Grundschule Saulheim und wir sind morgens immer die ersten im Haus, das wissen wir so genau, weil wir dann ohne Leine durchs Schulhaus rennen können, um direkt auf unseren Schlafplatz zu gelangen. Unser Korb steht im Sekretariat unter dem Tisch, weil wir es lieben, ein Dach über dem Kopf zu haben. Dort liegen wir ab 7 Uhr und schnarchen, denn wir dürfen das als Einzige in der Schule, deshalb kommen wir auch so gerne her!

Manchmal kriegen wir Besuch von Kindern, denen es nicht gut geht, das lieben wir am meisten, dafür haben wir in unserer Ausbildung (ja ihr habt richtig gelesen, wir waren auch in der Schule mit unserer Sekretärin!) eine spezielle Antenne entwickelt. Die Menschen sprachen immer von Kontaktliegen, aber wir können euch sagen, dass es sich viel besser anfühlt. Wir dürfen uns ganz eng an die Beine oder den Bauch kuscheln und es gibt extra Streicheleinheiten -  es ist herrlich! Wir glauben, für die Kinder auch, denn es geht ihnen, nachdem sie uns gestreichelt haben, immer deutlich besser.

Wenn es besonders laut im Schulhaus wird, ist wohl Pausenzeit.  Alle rennen in den Schulhof und am Ende der Pause wohl wieder zurück in die Klassen. Wir sind sehr froh, dass wir keine Pause machen müssen, diesen Krach würden unsere Ohren nicht aushalten.

Wenn wir einigermaßen ausgeschlafen haben, dann gehen wir mal zum Pipi-machen raus, um danach mit den GTS-Kindern in die Mensa zu gehen. Was wir dort sehen, sind viele Beine, weil wir natürlich in unserem Körbchen bleiben müssen und nichts vom Tisch oder dem Essen sehen oder gar abbekommen. Wir haben jetzt eine Strategie entwickelt unseren Hunger bei diesen herrlichen Gerüchen zu unterdrücken – wir schlafen einfach wieder.

Manchmal sind wir auch mit einem Jahrgang im Pausenhof, da sind es ja wenige Kinder, die Lautstärke angenehm und es gibt einen Sonnenplatz und  Streicheleinheiten. Nach dem Essen kommen auch mal Kinder zu uns und wir kriegen wieder Streicheleinheiten und Leckerlis.

Nachmittags kommt unser Einsatz in der Römergarten- Residenz. Wir warten unter dem Glasdach auf die AG-Kinder, sie haben mittlerweile gelernt, wie sie uns richtig mit der Leine führen, ohne uns zu ziehen und zu zerren. Dann machen wir einen Spaziergang und besuchen in der Römergarten-Residenz die Bewohner. Zu vielen Bewohnern ist eine freundschaftliche Beziehung entstanden und man könnte fast glauben, wir seien ihre Hunde, denn sie sind so lieb zu uns und füttern uns soooo viele Leckerlis und streicheln uns so lieb, dass es uns wirklich schwer fällt, wieder zu gehen. Wir sind wirklich froh, dass wir an drei Nachmittagen diese tollen Besuche machen können.  

Die Kinder wollen es aber auch genau wissen und wir üben dann immer einige Befehle, aber wir stellen uns dabei ganz clever an, denn der schlaue Hund weiß:

Befehl sauber ausgeführt = Leckerli und nette Worte.

Welches (Hunde)Herz  jubelt da nicht!!

 

Unser Fazit: Mit einer guten Schulhundeausbildung, einer sozialen Einstellung und einer Sekretärin kann man wirklich fast überall einen guten Einsatzplatz finden, der einen ernährt und glücklich macht und bei dem man auch noch schlafen kann.

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